logo Integra 2010
Startseite  Projektbeschreibung   Partner/Kontakt  Produkte  Neues   Impressum   English Version
Große Schrift (+) Kleine Schrift(-)
"Integration durch Arbeit" - INTEGRA 2010
 
 

Projektbeschreibung

Integra 2010

Arbeitslosigkeit bei formal Geringqualifizierten auf der einen und ein Mangel an Fachkräften auf der anderen Seite sind im Nordosten Brandenburgs zwei signifikante Problemstellungen. In dem Projekt "Integra 2010" sollen diese Aspekte so miteinander verknüpft werden, dass auf beiden Seiten eine Win-Win-Situation entsteht.

So hat auf Seiten der Unternehmen der Fehlbedarf von Fachkräften zur Folge, dass künftig gut ausgebildete Facharbeiter nur noch Tätigkeiten ausführen, die ihren Qualifikationen und Erfahrungen entsprechen. Dies bedeutet eine zunehmende Konzentration der Arbeitsaufgaben. Tätigkeiten, die nicht zum originären Aufgabenbereich zählen, bleiben liegen oder müssen abgegeben werden. Dabei handelt es sich weniger um hochqualifizierte als um einfache Tätigkeiten wie z.B. Kopiertätigkeiten, Aufräum- oder Handlangerarbeiten

Solche sogenannten Einfachtätigkeiten bieten für formal Geringqualifizierte eine gute Einstiegsmöglichkeit in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, und die Fachkräfte in den Unternehmen werden von Arbeitsballast befreit.

Hier setzt das Projekt "Integra 2010" an. So wird unser Projektteam während der Gesamtprojektlaufzeit von 36 Monaten (bis November 2010) entsprechende Unternehmen akquirieren und beraten. Auf Wunsch ist es uns auch möglich, eine Arbeitsplatzanalyse durchzuführen, um so Potentiale an Einfacharbeitsplätzen zu identifizieren.

Da diese einfachen Arbeiten nicht notwendigerweise trivial sind, ist neben einer ersten Kompetenzfeststellung, welche neben bestimmten Basiskenntnissen auch Softskills (z.B. Kommunikationsfähigkeit, Selbstdisziplin, Kooperation, Höflichkeit etc.) und gesundheitliche Faktoren der Geringqualifizierten abprüft, eine individuell zugeschnittene Weiterbildung vorgesehen. Diese kann dem Arbeitsprozess vorgeschaltet sein, kann aber auch im Unternehmen selbst stattfinden. Hierzu soll im Unternehmen eine sogenannte lernförderliche Arbeitsumgebung geschaffen werden. Ein vom Unternehmen benannter Mitarbeiter begleitet den Arbeitnehmer und dient als Ansprechpartner. Zusätzlich hält der Projektcoach den Kontakt zu dem Arbeitnehmer und dem Unternehmen aufrecht. Damit möchten wir die gute Einarbeitung gewährleisten und die Weiterentwicklung im Unternehmen sicher stellen.

Eine Besonderheit von "Integra 2010" stellt die Entwicklung eines Qualifikationspasses dar. In diesem Qualifikationspass sollen die (erworbenen) Kompetenzen der Teilnehmer dokumentiert und bewertet werden.
Für den Arbeitnehmer liegt der Vorteil darin, dass er damit über ein Dokument verfügt, welches den aktuellen Kenntnisstand beschreibt und Fortschritte sichtbar dokumentiert. Dies führt nicht nur zu einem Motivationsschub, sondern kann auch ein wichtiges Dokument bei einem Arbeitsplatzwechsel sein.
Für den Arbeitgeber liegt der Vorteil des Dokuments in der Aktualität und der differenzierten Auflistung von Fähigkeiten, die über die allgemeinen Zeugnisse hinausgehen.

Eine weitere Besonderheit der gesamten Innopunkt Initiative, zu der Integra 2010 gehört, ist die Einbeziehung von transnationaler Erfahrung. Die Einbeziehung von Erfahrungen und erprobten Modellen anderer Länder ist wichtiger und wesentlicher Bestandteil des Projektes. Hierzu wird ein Workshop im Mai diesen Jahres stattfinden.

Als aktive Partner sind in "Integra 2010" drei Bildungseinrichtungen (DAA, BBW, ÜAZ) mit unterschiedlichen Schwerpunkten vertreten. Sie finden die entsprechenden Ansprechpartner auf der Seite Partner/Kontakte.


Die Koordination des Projektes läuft unter der Federführung der DAA Frankfurt (Oder).